Landesverband der Freien und Unabhängigen

in der Kataster- und Vermessungsverwaltung in Rheinland-Pfalz e. V.

LFU-Seminar 2025

Die Mitgliederversammlung und das Seminar des LFU 2025 in Hochspeyer haben uns eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig, engagiert und zukunftsorientiert unser Berufsverband aufgestellt ist. Über 20 Kolleginnen und Kollegen aus der Vermessungs- und Katasterverwaltung Rheinland-Pfalz nutzten die Gelegenheit, sich fachlich fortzubilden, über aktuelle Themen auszutauschen und die zukünftige Ausrichtung unseres Verbandes mitzugestalten.

Seminar und Impulsvortrag zu KI

Das diesjährige Seminar in Hochspeyer stand für uns deutlich im Zeichen der Digitalisierung und der Frage, wie wir unsere Verwaltung in eine zunehmend von Technik geprägte Zukunft führen. Als besonderen Höhepunkt haben wir den Impulsvortrag von Daniel Schäffner, Mitglied des Landtags und des Digitalisierungsausschusses, zum Thema Künstliche Intelligenz in der Landesverwaltung erlebt. Er skizzierte die Chancen effizienterer Prozesse ebenso wie die Risiken mangelnder Transparenz und die Bedeutung des Datenschutzes. In der anschließenden lebhaften Diskussion ging es vor allem um den möglichen Einsatz eines Chatbots für Kundenanfragen, die Entlastung der Dienststellen im Alltag und gleichzeitig um die Verantwortung, Bürgeranliegen weiterhin verständnisvoll und rechtssicher zu bearbeiten.

Chancen und Risiken der KI

Für uns wurde sehr deutlich, dass KI-Werkzeuge die Arbeit in der VermKV unterstützen können, ohne den fachlichen Kern unserer Aufgaben zu ersetzen. Kolleginnen und Kollegen brachten unterschiedliche Perspektiven ein: von der Hoffnung auf spürbare Entbürokratisierung bis hin zu der Sorge, dass automatisierte Entscheidungen nicht alle Besonderheiten eines Einzelfalls erkennen. Besonders intensiv diskutierten wir die Frage, wie ein Chatbot sinnvoll in bestehende Geschäftsprozesse eingebunden werden kann, ohne die persönliche Erreichbarkeit der Dienststellen zu beeinträchtigen. Einigkeit bestand darin, dass technische Innovation immer mit Qualifizierung, klaren Zuständigkeiten und enger Einbindung der Personalvertretungen einhergehen muss.

Personalratswahl 2025 und Rolle des Verbandes

Ein weiterer Schwerpunkt der Mitgliederversammlung war die Rückschau auf die Personalratswahl 2025, die für unseren Berufsverband sehr erfolgreich verlaufen ist. Als LFU haben wir die Ergebnisse analysiert und erste Ansatzpunkte für Verbesserungen identifiziert, ohne dabei ins Detail zu gehen. Wichtig ist uns zu betonen, dass dieses Wahlergebnis ein ausdrückliches Vertrauenssignal der Kolleginnen und Kollegen in unsere Arbeit darstellt und zugleich Auftrag ist, unsere Kommunikation und Präsenz an den Dienststellen kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Bericht aus dem Bezirkspersonalrat

Besonders wertvoll empfanden wir die Berichte von Joachim Westphal, dem neuen Vorsitzenden des Bezirkspersonalrates, und seiner Stellvertreterin Ulrike Folz, die das erste halbe Jahr ihrer Amtszeit beleuchteten. Sie schilderten die weitreichenden Veränderungen durch die Einführung der E-Akte, die nahezu alle Arbeitsabläufe in der Vermessungs- und Katasterverwaltung grundlegend neu strukturieren wird. Deutlich wurde, wie groß der Begleitungs- und Schulungsbedarf ist und wie wichtig es ist, Belastungen, Fehlerquellen und Schnittstellenprobleme frühzeitig sichtbar zu machen. Ebenso thematisierten sie die neue Verwaltungsvorschrift zur Beurteilung, ein sensibles Feld, das die Personalvertretungen kritisch, konstruktiv und eng am Anliegen der Beschäftigten begleiten.

Ernennung zum Ehrenmitglied

Ein sehr persönlicher und für mich besonders bewegender Moment der Versammlung war die Ernennung unseres langjährigen Mitglieds und Mitglieds des Bezirkspersonalrates, Michael Majer, zum Ehrenmitglied des LFU. Mit dieser Auszeichnung würdigten wir sein jahrzehntelanges Engagement für die Interessen der Beschäftigten, seine verlässliche und ausgleichende Art in zahlreichen Verhandlungen sowie seine große Verbundenheit zur Vermessungs- und Katasterverwaltung. In den Dankesworten wurde deutlich, wie sehr Michael Majer den Verband geprägt hat und wie viele jüngere Kolleginnen und Kollegen von seiner Erfahrung und seinem kollegialen Rat profitieren durften.

Im Anschluss an die inhaltlichen Teile standen die Neuwahlen des LFU-Vorstandes auf der Tagesordnung, die für mich ein klares Signal der Verjüngung und Erneuerung darstellen.

Verjüngung des Vorstandes

Im Anschluss an die inhaltlichen Teile standen die Neuwahlen des LFU-Vorstandes auf der Tagesordnung, die aus unserer Sicht ein klares Signal der Verjüngung und Erneuerung darstellen. Besonders freuen wir uns darüber, dass mit Nathalie Landherr, Jonas Russell und Stefan Schwarz gleich mehrere Kolleginnen und Kollegen der jüngeren Generation Verantwortung im Vorstand übernehmen. Hinzu kommen Horst Walkenbach und Silke Renz, die in neuen Funktionen ihre Erfahrung einbringen und zugleich frische Impulse setzen. Gemeinsam können wir damit einen „schlagfertigen“ Vorstand präsentieren, der fachliche Kompetenz, Erfahrung und neue Sichtweisen verbindet.

Hier eine vollständige Übersicht über alle Vorstandsmitglieder und ihre Funktionen eingefügt:
Vorsitzende: Birgit Kunz
stellv. Vorsitzende: Silke Renz
stellv. Vorsitzender gem. Satzung: Joachim Westphal
Geschäftsführer: Christian Jerke
2. Geschäftsführerin: Nathalie Landherr
Kassenwart: Andreas Becker
Bezirksvorsitzender Westeifel-Mosel: Mike Fleschen
Bezirksvorsitzender Rheinpfalz: Simon Wassmer
Bezirksvorsitzender LVermGeo: Stefan Schwarz
Bezirksvorsitzender Osteifel-Hunsrück: Rene Dietrich
Bezirksvorsitzender Westerwald-Taunus: Horst Walkenbach
Bezirksvorsitzender Westpfalz: Ulrike Folz
Bezirksvorsitzender Rheinfalz: kommissarisch Silke Renz
Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit: Jonas Russell
Beauftragter für Homepage: Tobias Philipp
Vertrauensmann der Schwerbehinderten – gem. Satzung: Jürgen Kley

Ausblick und Bedeutung für die VermKV

Aus unserer Perspektive zeigt diese Mitgliederversammlung, dass der LFU in der VermKV sowohl fachlich als auch personalvertretungsrechtlich ein verlässlicher und moderner Ansprechpartner bleibt. Die Diskussionen zu KI, E-Akte und Beurteilung machen deutlich, dass wir im Spannungsfeld zwischen technischer Innovation, rechtlichen Rahmenbedingungen und den berechtigten Interessen der Beschäftigten agieren. Für alle Kolleginnen und Kollegen in der Vermessungs- und Katasterverwaltung verstehen wir diesen Bericht daher auch als Einladung, sich weiterhin aktiv einzubringen, Themen zu benennen und den eingeschlagenen Weg der konstruktiven Zusammenarbeit mitzugestalten.

Mit freundlichen Grüßen

Birgit Kunz